Die handschriftliche Bewerbung

Die handschriftliche Bewerbung

Handgeschriebener Lebenslauf und Bewerbungsanschreiben

Bei einer Bewerbung werden vom Bewerber im Minimum eine Kurzbewerbung, bestehend aus tabellarischem Lebenslauf und Bewerbungsanschreiben gefordert. In der Regel werden beide Unterlagen maschinell am Computer mit einem Textverarbeitungsprogramm erstellt.

Es kann jedoch auch sein, dass von Ihnen eine handgeschriebene Bewerbung gewünscht wird!

Das hat folgende Gründe:

  • Eine handgeschriebene Bewerbung erzeugt beim Bewerber Aufwand. Die Unterlagen müssen individuell für das Unternehmen erstellt werden. Hierdurch werden also Spaßbewerbungen und Massenbewerbungen ausgesiebt.
  • Das Unternehmen misst der Schrift eine besondere Bedeutung zu. So soll auf Basis der Graphologie auf Charaktereigenschaften des Bewerbers geschlossen werden, in etwa wie ausgeglichen der Kandidat ist oder auf seine Leistungsmotivation, Gewissenhaftigkeit und Kontaktdynamik. Diese Methode ist jedoch umstritten.
  • Für die angestrebte Stelle ist eine lesbare Handschrift wichtig. Dies ist bspw. bei Lehrern der Fall, die Korrekturen an Klassenarbeiten durchführen müssen. Auch in einigen Verwaltungsbereichen spielt die Handschrift eine wichtige Rolle, um eine leserliche Unterschrift zu gewährleisten. Doch insbesondere bei zukünftigen Führungskräften, kann die Graphologie zur Beurteilung von geeigneten Bewerbern herangezogen werden. Das kann auch in Form einer Handschriftenprobe erfolgen.

Ist eine handschriftliche Bewerbung gefordert, so müssen sowohl Lebenslauf als auch Bewerbungsanschreiben handgeschrieben werden. Dem Lebenslauf liegt allerdings nicht die tabellarische Form zugrunde, sondern ein ausführlicher Lebenslauf. Die Erstellung erfolgt dabei als Fließtext in Absatzform. Aufgrund der Handschrift kann der Lebenslauf auch mehrere Seiten umfassen. Das Bewerbungsanschreiben ist genauso aufgebaut wie das maschinell erstellte Anschreiben.

Auf was sollten Sie bei Ihrer handschriftlichen Bewerbung achten?

  • Legen Sie besonderen Wert auf eine ebenmäßige und saubere Handschrift. Sowohl Schriftart als auch Schriftgröße sollten einheitlich sein.
  • Erstellen Sie zunächst einen Entwurf am Computer und schreiben Sie diesen dann ab.
  • Verwenden Sie ausschließlich weißes, unliniertes Papier.
  • Das Papier sollte etwas höherwertiger mit > 80 Gramm ausfallen. Das hat auch den Vorteil, dass die Tinte nicht durchdrückt.
  • Achten Sie auf gerade Zeilen. Damit Sie nicht schief schreiben, können Sie ein liniertes Blatt unterlegen.
  • Beschreiben Sie nur die Blattvorderseite, nicht beidseitig.
  • Verwenden Sie nur einen Füllfederhalter mit königsblauer Farbe.
  • Legen Sie unter Ihre Hand ein Löschpapier, um Schmierereien und Abdrücke zu vermeiden.
  • Wenn Sie sich verschreiben, fangen Sie neu an. Versuchen Sie nicht, mit Tipp-Ex oder einem Tintenkiller die Fehler zu beseitigen.

Eine korrekte Rechtschreibung ist natürlich Grundvoraussetzung. Lassen Sie Ihre Bewerbung daher nochmal von Freunden und Bekannten gegenlesen.

Sehen Sie auch davon ab, Ihre Bewerbung von einem Ghostwriter zu erstellen. Spätestens mit der Unterschrift fällt das auf!

Es liegt nahe, dass man sich mit handgeschriebenen Bewerbungsunterlagen von Mitbewerbern abheben kann. Dennoch sollten Sie diese Bewerbungsform nur verwenden, wenn es vom Unternehmen ausdrücklich gefordert wird.

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Stephan Reins

Dieser Beitrag wurde von Stephan Reins verfasst. Er entwickelt für www.Bewerbung-Tipps.com Mehrwertdienste, wie den Bewerbungs-Editor. Darüber hinaus ist er spezialisiert auf Themen rund um die Bewerbung und gibt sein Wissen hier an Interessierte weiter. Folge ihm auf Google+, um über neue Beiträge sofort informiert zu werden.