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Erste Bewerbung - Kaufmännischer Sachbearbeiter

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Formulierungsschwierigkeiten bei ...Bewerbung als Bürokauffrau - bitte hilfe
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Tsubi
Gast





Erste Bewerbung - Kaufmännischer Sachbearbeiter
29.04.2010 21:08

Hallo,

ich habe schon viele Bewerbungen im Arbeitsleben gelesen, aber selbst schrieben musste ich bisher nur ein paar für die Ausbildung. Deswegen will ich Euch gerne mal eine einstellen, die ich jetzt geschrieben habe.

Sehr geehrte Frau xxx,

mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige am xxx auf Ihrer Internetseite gelesen. Da mir Ihr Unternehmen als modern und solide bekannt ist, und die Stellenbeschreibung mich sehr anspricht, bewerbe ich mich um einen Arbeitsplatz in Ihren Unternehmen.

Nachdem ich meine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation im Juni 2008 erfolgreich abgeschlossen habe, wurde ich von meinem Ausbildungsunternehmen, der xxx GmbH & Co. KG, unbefristet übernommen. Da ich dort für mich jedoch keine Perspektiven sehe mich weiterzuentwickeln, möchte ich meine Fähigkeiten gern bei Ihnen unter Beweis stellen.

In meiner dreijährigen Ausbildung durchlief ich alle kaufmännischen Abteilungen des Unternehmens. Da die Aufgabengebiete sehr unterschiedliche sind, konnte ich ein breites Spektrum praktischer Erfahrung sammeln. Am meisten hat mir aber die Arbeit in der Personalabteilung gefallen. Die vielfältigen Aufgaben und der regelmäßige Kontakt mit Mitarbeitern haben mir dabei am meisten zugesagt. Deswegen habe ich mich auch dazu entschlossen, eine nebenberufliche Weiterbildung zum Staatl. geprüften Betriebswirt – Personalmanagement zu machen. Mit dieser habe ich im August 2009 angefangen und werde diese voraussichtlich mit meiner Abschlussprüfung 2012 beenden.

Schon während meiner Ausbildung habe ich sehr selbstständig gearbeitet und in allen Abteilungen ein guten Eindruck hinterlassen. Nach meiner Ausbildung wurde ich als Assistent der Abteilungsleiterin für Warenbearbeitung übernommen. Zu meinen Hauptaufgaben gehören neben den alltäglichen Bürotätigkeiten auch die Erstellung, Führung und Auswertung von Statistiken, das Erstellen von Formularen, oder die Aufzeichnung von Gesprächsprotokollen. Außerdem erteile ich Nachhilfe für Auszubildenden für Bürokommunikation in Rechnungswesen, Microsoft Word und Microsoft Excel.

Der Umgang mit den Microsoft Office Programmen und die Organisation sind meine größten Stärken. An neuen Aufgabenbereichen habe ich ein ausgeprägtes Interesse, ich bin sehr lernfähig und verfüge über ein hohes Maß an Engagement, Flexibilität und Teamfähigkeit. Ein gepflegtes Erscheinungsbild, gute Umgangsformen und absolute Zuverlässigkeit sind für mich selbstverständlich.

Gern möchte ich Ihrem Unternehmen meine Fähigkeiten zur Verfügung stellen und Sie von meiner Motivation überzeugen. Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch würde ich mich sehr freuen.


Freundlicher Gruß
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Gast102
Gast





Anschreiben zur Bewerbung als Kaufmännischer Sachbearbeiter
30.04.2010 08:53

Zitat:
mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige am xxx auf Ihrer Internetseite gelesen.

Nach diesem Satz verrollt der Personaler seine Augen. Das schreibt jeder Bewerber!! Lass dir lieber etwas anderes einfallen, etwas mehr auf das Unternehmen bezogenes! Was bringt dich denn eigentlich zu der Aussage, das das Unternehmen modern und solide ist? Was ist deine Informationsquelle und warum bist du dir sicher, das du deine berufliche Perspektive in diesem Betrieb findest? Ohne diese Dinge macht dein Anschreiben auf mich den Eindruck einer Massenbewerbung.
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Tilo
PostRank 4
PostRank 4


Anmeldungsdatum: 23.02.2010
Beiträge: 49
Wohnort: Bautzen

Nicht den beruflichen Werdegang im Anschreiben widergeben
30.04.2010 22:19

Hallo Tsubi,

ich habe die wenig gute Vorahnung, dass der Personaler, der dein Anschreiben lesen muss, hin und wieder zum Gähnen neigt. Vielleicht wird er das Anschreiben auch nur noch querlesen oder überfliegen, weil er sich bereits schon an 20, 30 oder 50 Schreiben in diesem Stil abgekämpft hat.

"mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige am xxx auf Ihrer Internetseite gelesen."

So beginnen über 90% aller Bewerber ihre Einleitung, die sie sich offenbar von "allgemeingültigen" Mustern und Vorlagen abgekupfert haben. Doch damit stehen sie bei jedem Personaler sofort auf der Schwarzen Liste. Denn damit weiß er sofort, dass sich der Bewerber keine sonderlichen Gedanken für eine sympathische und individuelle Bewerbung gemacht hat. Ich kann deshalb Gast102 in seiner Kritik nur zustimmen.

Nach dieser verkorksten Einleitung ähnelt dein Anschreiben jetzt mehr einem ausformulierten Lebenslauf, der deinen beruflichen Werdegang beschreibt. Aber dafür ist doch das Anschreiben gar nicht gedacht! Denn wenn du dies alles in deinem Lebenslauf wiederholst, dann kannst du auf das Anschreiben auch verzichten.

Oder es genügt, wenn du schreibst:

Sehr geehrte Frau ...,
mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige am xxx auf Ihrer Internetseite gelesen.
Wie Sie meinem Lebenslauf entnehmen können, habe ich dafür viele Qualifikationen, Fähigkeiten und Erfahrungen.
Der Umgang mit den Microsoft Office Programmen und die Organisation sind meine größten Stärken.
Gern möchte ich Ihrem Unternehmen meine Fähigkeiten zur Verfügung stellen und Sie von meiner Motivation überzeugen. Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch würde ich mich sehr freuen.


Das schreibt aber auch niemand. Denn jeder weiß dann selber auch, dass damit sein Anschreiben viel zu banal und völlig wirkungslos ist. Aber indem sie dann ihren beruflichen Werdegang im Anschreiben widergeben, glauben sie, die A4-Seite sinnvoll ausgefüllt zu haben. Ein vernichtender Irrglaube, der eben den Personaler völlig ermüdet! Und der Stapel der Absagen wird höher und höher.

Das Anschreiben ist eine persönliche Visitenkarte, mit der du hauptsächlich Sympathie beim Personaler erwerben musst. Es ist ein Werbetext für deine Qualifikationen, Fähigkeiten und Stärken, mit denen du ganz konkrete Bedürfnisse des Unternehmens (die Anforderungen und Aufgaben im Stellenangebot!) erfüllen musst und kannst.

Leider gibt es aber in deinem Anschreiben keinerlei konkreten Bezug auf eine Anforderung im Stellenangebot, die sich das Unternehmen aber auch sehr gründlich überlegt und formuliert hat, weil ihm die erfolgreiche Umsetzung dieser genannten Anforderunegn und Aufgaben unter den Nägeln brennt.

Erst wenn du deine lediglich aufgezählten Kenntnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten mit den Anforderunen im Stellenangebot so geschickt kombinierst, dass diese auch zum weiteren Erfolg des Unternehmens beitragen, dann ist dein Anschreiben nicht nur modern und professionell, dann - und nur dann - wird auch der Personaler sehr neugierig auf dich und deine Persönlichkeit sein.

Ein Vorstellungsgespräch wird damit unausweichlich.

Bewirb dich erfolgreich!

Tilo
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