{"id":318,"date":"2010-06-02T12:26:50","date_gmt":"2010-06-02T10:26:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bewerbung-tipps.com\/blog\/?p=318"},"modified":"2020-09-01T12:55:10","modified_gmt":"2020-09-01T10:55:10","slug":"bachelor-studium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bewerbung-tipps.com\/blog\/aus-und-weiterbildung\/bachelor-studium\/","title":{"rendered":"Bachelor &#8211; Begriff und Zielsetzung"},"content":{"rendered":"<p>Wenn Sie sich heute \u00fcber einem Studiengang informieren, werden Sie schnell feststellen, dass viele Studieng\u00e4nge von den Hochschulen nicht mehr mit dem gewohnten Abschluss zum Diplom oder Magister angeboten werden. Stattdessen ist immer \u00f6fter von <strong>Bachelor und Master<\/strong> die Rede. Doch worum handelt es sich dabei eigentlich? Dieser Beitrag liefert eine Erl\u00e4uterung der Begrifflichkeiten.<\/p>\n<p>Der Bachelor sowie dessen Vertiefung im Master ist Teil eines <strong>mehrstufigen Studienmodells<\/strong> mit dem Ziel, die bisherigen Abschl\u00fcsse Diplom und Magister abzul\u00f6sen. Das Ziel besteht darin, Hochschulabschl\u00fcsse zu etablieren, deren Studienleistungen innerhalb des europ\u00e4ischen Hochschulraums einheitlich und damit vergleichbar sind. Weiterhin soll f\u00fcr Studenten ein Wechsel der Hochschule und das Studieren \u201e\u00fcber die Grenzen hinaus\u201c erleichtert werden. Die Einf\u00fchrung der neuen akademischen Grade erfolgt im Rahmen des <strong>Bologna-Prozesses<\/strong>. Der Prozess sollte (eigentlich) bis 2010 abgeschlossen sein.<\/p>\n<p>Der Studienabschluss zum Bachelor stellt innerhalb des neuen Studienmodells den <strong>ersten akademischen Grad<\/strong> dar. Zeitlich umfasst diese Ausbildung eine Regelstudienzeit zwischen 3 und 4 Jahren, das entspricht 6 bis 8 Semestern. Die Studiendauer ist somit zumeinst k\u00fcrzer als f\u00fcr das Diplom. Weiterhin legt der Bachelor starken Wert auf eine <strong>praxisorientierte Ausbildung<\/strong>. So beinhaltet das Studium f\u00fcr gew\u00f6hnlich ein Praktikum oder bei einigen Bildungseinrichtungen, wie bspw. den Fachhochschulen, sogar ein ganzes Praxissemester. Die Zulassungskriterien f\u00fcr den Bachelor sind normalerweise identisch mit den Studieng\u00e4ngen der \u201ealten\u201c Hochschulabschl\u00fcsse. Wie bereits angedeutet, kann der Bachelor durch ein anschlie\u00dfendes Masterstudium forschungsbezogen vertieft werden. Das Vertiefungsstudium kann abh\u00e4ngig vom Studiengang auch nicht-konsekutiv m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p><br \/>\n<img style=\"float: right; margin-right: 1em;\" src=\"https:\/\/www.bewerbung-tipps.com\/images\/blog\/bachelor.jpg\" alt=\"Abbildung: Studium zum Bachelor\" \/><\/p>\n<p>Wie bereits beschrieben, sollen die neuen Hochschulabschl\u00fcsse dazu dienen, die Vergleichbarkeit zwischen Hochschulen erh\u00f6hen. Diese Vergleichbarkeit entsteht dadurch, dass das Studium in <strong>fachliche Module<\/strong> aufgeteilt wird.  Durch die einzelnen Module l\u00e4sst sich ein Studiengang gut inhaltlich beschreiben. F\u00fcr jedes Modul muss w\u00e4hrend des Studiums eine festgelegte Anzahl von Kursen erfolgreich absolviert werden. Die darin erreichten Noten bilden die Durchschnittsnote des Moduls, die wiederum zu einer Gesamtnote zusammengef\u00fcgt werden. Die Bewertung der Studienleistung erfolgt mit einem einheitlichen Punktesystem, dem \u201e<strong>E<\/strong>uropean <strong>C<\/strong>redit <strong>T<\/strong>ransfer <strong>S<\/strong>ystem\u201c, kurz ECTS. Wechselt der Student die Hochschule, k\u00f6nnen auch bisher erreichte Punkte anerkannt werden.<\/p>\n<p>Eine weitere Besonderheit der neuen Studienabschl\u00fcsse ist die f\u00e4cherbezogene <strong>Abweichung der Abschlussbezeichnung<\/strong>. So wird der Oberbegriff &#8222;Bachelor&#8220; je nach Fachgebiet weiter unterteilt in:<\/p>\n<ul class=\"fa-ul iconized\">\n<li><span class=\"fa-li\"><i class=\"fas fa-circle\"><\/i><\/span>Bachelor of Arts (<strong>B.A.<\/strong>)<\/li>\n<li><span class=\"fa-li\"><i class=\"fas fa-circle\"><\/i><\/span>Bachelor of Science (<strong>B.Sc.<\/strong>)<\/li>\n<li><span class=\"fa-li\"><i class=\"fas fa-circle\"><\/i><\/span>Bachelor of Laws (<strong>LL.B.<\/strong>)<\/li>\n<li><span class=\"fa-li\"><i class=\"fas fa-circle\"><\/i><\/span>Bachelor of Engineering (<strong>B.Eng.<\/strong>)<\/li>\n<li><span class=\"fa-li\"><i class=\"fas fa-circle\"><\/i><\/span>Bachelor of Education (<strong>B.Ed.<\/strong>)<\/li>\n<li><span class=\"fa-li\"><i class=\"fas fa-circle\"><\/i><\/span>Bachelor of Music (<strong>B.Mus.<\/strong>)<\/li>\n<li><span class=\"fa-li\"><i class=\"fas fa-circle\"><\/i><\/span>Bachelor of Musical Arts (<strong>B.M.A.<\/strong>)<\/li>\n<li><span class=\"fa-li\"><i class=\"fas fa-circle\"><\/i><\/span>Bachelor of Fine Arts (<strong>B.F.A.<\/strong>)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Abschlussbezeichnungen sind weitgehend selbsterkl\u00e4rend. Beachten Sie aber, dass es bei der Begriffsbestimmung zu Unterschieden zwischen den einzelnen Hochschulen kommen kann. Detaillierte Informationen finden Sie zumeist in der Satzung der entsprechenden Hochschule.<\/p>\n<div class=\"box-grey advice\">\n<p>Um das Studium auch aus finanzieller Sicht erfolgreich zu absolvieren, gibt es verschiedene M\u00f6glichkeiten der Finanzierung. Darunter fallen zum Beispiel Stipendien, Bildungskredite und das Baf\u00f6g.<\/p>\n<\/div>\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass die Einf\u00fchrung (genauer gesagt die <strong>Wiedereinf\u00fchrung<\/strong>!) des Bachelors infolge des erh\u00f6hten Praxisbezugs die Berufsqualifizierung f\u00f6rdern soll. Ob dies mit gleichzeitig verk\u00fcrzten Studienzeiten erreichbar ist, werden die Erfahrungen der n\u00e4chsten Jahre zeigen.<\/p>\n<div class=\"clear\"><!-- --><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Sie sich heute \u00fcber einem Studiengang informieren, werden Sie schnell feststellen, dass viele Studieng\u00e4nge von den Hochschulen nicht mehr mit dem gewohnten Abschluss zum Diplom oder Magister angeboten werden. Stattdessen ist immer \u00f6fter von Bachelor und Master die Rede. Doch worum handelt es sich dabei eigentlich? 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