Bewerbung um eine Ausbildung

Bewerbung um eine Ausbildung

Wie bewirbt man sich als Schüler um einen Ausbildungsplatz? Tipps und Beispiele!

Autor: Dipl.-Wirt.-Inf.
Beitrag aktualisiert: 29.06.2020
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Für viele Schüler kommt zum Ende der Schulzeit neben dem Schul- und Prüfungsstress noch eine weitere Herausforderung hinzu – die Bewerbung um eine Ausbildung oder ein Studium. Doch wie kann man mit seinen Bewerbungsunterlagen überzeugen und gegenüber Mitbewerbern herausstechen? Welche Regeln müssen unbedingt beachtet werden und welche Fallstricke gibt es? In diesem Beitrag haben wir für Sie unsere gesammelten Erfahrungen zur Ausbildungsbewerbung zusammengetragen. So finden Sie neben Informationen zu den benötigten Bewerbungsunterlagen auch Tipps zur inhaltlichen Gestaltung, angereichert mit vielen Beispielen.

Unser Tipp
Mit dem Bewerben sollten Sie bereits ein Jahr vor dem Schulabschluss beginnen. Teilweise gibt es sehr lange Bewerbungsfristen, da die Unternehmen zunächst alle Bewerbungen bis zu einem Stichtag sammeln und dann insgesamt auswerten. Anschließend finden noch ein bis drei Vorstellungsgespräche statt. Schnell sind hier mehrere Monate vergangen!

Welche Bewerbungsunterlagen werden benötigt?

Im Minimalfall – die Kurzbewerbung

Im Minimalfall wird eine Kurzbewerbung verfasst. Die Kurzbewerbung besteht aus dem Bewerbungsanschreiben und dem tabellarischen Lebenslauf. Darüber hinaus wird in den Lebenslauf zumeist ein Bewerbungsfoto eingefügt. Das Bewerbungsfoto ist allerdings mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) keine Pflichtunterlage mehr. Stillschweigend wird von den Unternehmen allerdings dennoch ein Bewerbungsfoto erwartet. Wir empfehlen Ihnen daher, auch bei der Minibewerbung ein Bewerbungsfoto mitzuschicken. Das letzte Schulzeugnis ist im Übrigen auch wichtig und sollte Ihrer Bewerbung beiliegen.

Vollständige Bewerbungsunterlagen

Wenn das Unternehmen von Ihnen vollständige und aussagekräftige Bewerbungsunterlagen fordert, dann sind neben Anschreiben und Lebenslauf auch relevante Nachweise, Arbeits- oder Praktikumszeugnisse und Zertifikate mitzuschicken. Die Betonung liegt hier auf „relevant“, d.h. wenn Sie ein Sprachzertifikat haben, die Sprache aber für den Ausbildungsberuf nicht wichtig ist, sollten Sie das Zertifikat auch nicht Ihren Bewerbungsunterlagen beilegen. Stellen Sie sich daher zunächst immer selbst die Frage: welchen Vorteil habe ich und das Unternehmen, wenn ich ein bestimmtes Dokument mitschicke?

Darüber hinaus können Sie Ihrer Bewerbung ein Deckblatt und eine Dritte Seite hinzufügen. Bei diesen Unterlagen handelt es sich um keine Pflichtunterlagen.

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Bewerbung schreiben

Das Anschreiben – Position 1 –

Das Bewerbungsanschreiben ist eine Pflichtunterlage und umfasst genau eine DIN-A4-Seite. In Ihrer Bewerbungsmappe bildet das Anschreiben das erste Dokument, das der Empfänger liest. Hier müssen Sie mit Ihrer Eignung für den Ausbildungsberuf und Ihrer Motivation für den Ausbildungsbetrieb überzeugen, um beim Leser das Interesse auf die restlichen Unterlagen zu wecken.

Bei der Gestaltung des Bewerbungsanschreibens können Sie sich an den Gestaltungsrichtlinien der DIN 5008 orientieren. So finden Sie darin Vorgaben für Seitenränder und Schriftarten sowie Beispiele für die Gestaltung. Für Seitenränder gelten nach DIN 5008 folgende Vorgaben:

  • Seitenrand links: 24,1 mm
  • Seitenrand rechts: mind. 8,1 mm
  • Seitenrand unten: 16,9 mm
  • Seitenrand oben: 16,9 mm

Im Bewerbungsanschreiben sollte eine Standardschriftart (Times New Roman oder Arial) in der Schriftgröße 10 bis 12 eingesetzt werden. Wählen Sie zudem einen geeigneten Zeilenabstand (zum Beispiel 14pt), damit der gesamte Text nicht zu blockhaft oder gedrungen wirkt.

Das Anschreiben besteht aus dem Anschreiben-Kopf und dem Anschreiben-Text.

Inhalte für den Anschreiben-Kopf

Absender- und Empfängerblock

Im Anschreiben-Kopf beginnen Sie mit Ihren Adressdaten und Kontaktinformationen in Blockform. Dieser Absenderblock beinhaltet Ihren Namen, Straße und Hausnummer, Postleitzahl, Telefonnummer mit Vorwahl und Ihre private E-Mailadresse.

Es folgen mit etwas Abstand die Adressdaten des Unternehmens. Im Einzelnen sollten darin folgende Informationen aufgeführt werden:

  1. Name der Firma mit Rechtsform
  2. Abteilung (z.B. Personalabteilung)
  3. Ansprechpartner (optional)
  4. Straße, Hausnummer oder Postfach
  5. PLZ und Ort
  6. Land (optional)

Zwischen Straße und Ort wird keine Leerzeile gesetzt. Der Ansprechpartner wird ohne „zu Hd.“ notiert.

Absender- und Empfängerblock werden beide links ausgerichtet. Der Platz rechts neben den Adressblöcken ist für das Unternehmen reserviert (Eingangsstempel usw.) und wird daher freigelassen.

Der Betreff

Den Anschriftenblöcken folgt ein zweizeiliger Betreff. In der ersten Betreffzeile steht, dass Sie sich für eine Ausbildung bewerben. Zudem wird aufgeführt, wann die Ausbildung beginnen soll. Die zweite Betreffzeile bietet Raum für den Fundort der Stellenanzeige oder den Verweis auf eine Kontaktaufnahme.

Ein Beispiel:

Bewerbung um eine Ausbildung zum Fachinformatiker ab 09/2015
Unser Telefonat vom 03.06.2015

oder bei der Bewerbung um einen Studienplatz

Bewerbung um ein Duales Studium der Wirtschaftsinformatik ab 09/2015
Ihr Ausbildungsangebot bei monster.de vom 03.06.2015

Die erste Betreffzeile (der Hauptbetreff) kann fett hervorgehoben werden. Speziell in Bezug auf die Ausbildungsbewerbung beachten Sie, dass Sie sich immer um eine Ausbildung zum Berufsbild bewerben und nicht als.

Datum und Ort

Rechtsbündig über der ersten Betreffzeile notieren Sie Datum und Ort. Verwenden Sie als Datum den Zeitpunkt, an dem Sie Ihre Bewerbung versenden. Das Datum kann numerisch (03.06.2015) oder alphanumerisch ohne die führende Null (3. Juni 2015) notiert werden. Den Ort geben Sie nur an, wenn er sich zwischen Empfänger und Absender unterscheidet.

Die Anrede

Dem zweizeiligen Betreff folgt eine Leerzeile zur Anrede. Bei einem einzeiligen Betreff lassen Sie zwei Zeilen frei. Sie sehen also, verschwenden Sie keinen Platz! Durch die Auslagerung der Stellenanzeige in den Betreff, gewinnen Sie Raum für den Text. In die Anrede tragen Sie Ihren Ansprechpartner ein. Wenn kein Ansprechpartner genannt ist, rufen Sie in der Firma an und erkundigen Sie sich nach der Person, die Ihre Bewerbungsunterlagen erhält. Das hat den Vorteil, dass Sie sich im Anschreiben auch gleich auf das Telefonat beziehen können. Sie zeigen damit Initiative und heben sich von Mitbewerbern ab. Die unpersönliche Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ sollte nur im Notfall verwendet werden!

Anschreiben-Text

Einleitung

Der Anrede folgt die Einleitung, in dem Sie den Bezug zwischen Ihnen und der Ausbildungsstelle sowie dem Ausbildungsbetrieb aufbauen. Erläutern Sie kurz, warum Sie sich DIESES Unternehmen als Ausbildungspartner ausgesucht haben. Informieren Sie sich dazu bspw. auf der Internetseite des Unternehmens. Zudem geben Sie einen Ausblick auf Ihre Eignung. Das sind im Wesentlichen Ihre Interessen. Die Einleitung umfasst maximal drei Sätze und wird kleingeschrieben begonnen. Verwenden Sie keine Standardeinleitung ohne Bezug zum Unternehmen!

Hauptteil

Nun folgen zwei bis drei Absätze, in denen Sie detailliert auf Ihre Eignung und Ihre Motivation eingehen. Warum haben Sie sich für diesen Ausbildungsbetrieb entschieden? Warum haben Sie dieses Berufsbild gewählt und welche Eigenschaften und Interessen bringen Sie mit? Erläutern Sie, wo Sie sich zum Berufsbild erkundigt haben, welche Tätigkeiten Ihnen an dem Beruf besonders gefallen und wie Sie die Voraussetzungen erfüllen. Hierfür können Sie Ihre Interessen und auch Praktika und Nebentätigkeiten als Beleg aufführen. Wenn Sie Softskills, wie zum Beispiel, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein nennen, dann müssen Sie diese Eigenschaft auch am Beispiel belegen! Ansonsten sind das nur leere Worte ohne Aussagekraft.

Wir empfehlen Ihnen, sich im Berufenet der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/ oder auf www.berufe.eu zum Berufsbild zu informieren. Dort finden Sie auch die entsprechenden Voraussetzungen, die Sie als Azubi mitbringen sollten. All die aufgeführten Punkte können Sie in Ihrem Anschreiben-Text erwähnen. So belegen Sie, dass Sie sich zum Berufsbild informiert haben und dass Sie die Voraussetzungen erfüllen. Natürlich können Sie den Hauptteil auch noch dazu nutzen, um auf die Motivation für den Ausbildungsbetrieb etwas ausführlicher einzugehen. Schließlich möchte das Unternehmen wissen, warum Sie sich ausgerechnet dort bewerben. Schmieren Sie der Firma ruhig etwas Honig um den Mund.

Abschluss

Der Hauptteil wird mit einem Abschlusssatz beendet, aus dem hervorgeht, dass Sie sich über die Einladung zum Vorstellungsgespräch freuen. Vermeiden Sie wenn-dann-Formulierungen (Wenn Sie …, dann freue ich mich …) und Formulierungen mit dem Wort „würde“ („… würde ich mich freuen“). Letzteres signalisiert Unsicherheit.

Beispiel zum Abschlusssatz:

Gern überzeuge ich Sie von meiner Eignung und Motivation im Vorstellungsgespräch. Über Ihre Einladung freue ich mich sehr.

Grußformel, Unterschrift und Anlagen

Dem Abschlusssatz folgt die Standardgrußformel „Mit freundlichen Grüßen“. Unterschreiben Sie das Anschreiben anschließend mit Ihrer handschriftlichen Unterschrift. Der Unterschrift folgt linksbündig der Verweis auf die Anlagen. Hier reicht das Wort „Anlagen“ vollkommen aus. Sie brauchen die einzelnen Bewerbungsunterlagen nicht einzeln aufzuzählen.

Hinweis:

Ausführliche Informationen zum Anschreiben mit vielen Tipps und Beispielen finden Sie in unserem Beitrag Bewerbungsanschreiben.

Das Deckblatt (optional) – Position 2 –

Das Deckblatt ist keine Pflichtunterlage. Es kommt nach dem Bewerbungsanschreiben und leitet die weiteren Bewerbungsunterlagen ein. In der Gestaltung sind Sie relativ frei, es gibt nur die Beschränkung auf eine DIN-A4 Seite. Wir empfehlen Ihnen dennoch, das Deckblatt schlicht und einfach zu halten. Oft werden die Adressdaten, ein großflächiges, professionelles Bewerbungsporträt in 6 x 9 cm sowie ein Titel mit der Angabe, wofür Sie sich bewerben, in das Deckblatt eingebettet. Bei umfangreichen Anlagen kann man in das Deckblatt ein Anlagenverzeichnis einfügen. Für Auszubildende ist das aber in den wenigsten Fällen sinnvoll. Das Deckblatt sollte Ihnen und dem Berufsbild entsprechen.

Unser Tipp

In unserem Bewerbungs-Editor finden Sie 5 verschiedene Layouts für das Deckblatt. Daran können Sie sich für Ihr eigenes Deckblatt orientieren.

Der tabellarische Lebenslauf – Position 3 –

Eine weitere Pflichtunterlage in der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz ist der tabellarische Lebenslauf. Dieser informiert lückenlos über Ihren persönlichen Werdegang und gibt Aufschluss zu Ihren fachlichen Fähigkeiten (Hardskills). Für Schüler umfasst der Lebenslauf aufgrund der fehlenden Berufserfahrungen häufig nur eine DIN-A4-Seite. Maximal dürfen aber zwei Seiten verwendet werden. Sie müssen also nicht alles auf eine Seite quetschen. Bei der Auswahl von Schriftarten und Seitenrändern können Sie sich, analog zum Bewerbungsschreiben, an den Gestaltungsrichtlinien der DIN 5008 orientieren.

Der Lebenslauf beginnt in der Regel mit der Überschrift „LEBENSLAUF“. Die Überschrift können Sie optisch hervorheben, zum Beispiel mit einer größeren Schriftart. Wenn Sie kein Deckblatt mit Bewerbungsfoto verwenden, wird auf der ersten Seite des Lebenslaufs oben rechts ein Bewerbungsfoto lose mit doppelseitigem Klebeband befestigt.

Der tabellarische Lebenslauf selbst besteht aus einzelnen Blöcken (zeit- oder funktionsbezogen). Jeder zeitbezogene Block beinhaltet links den Zeitraum und rechts eine Beschreibung der Station. Der Zeitraum wird monatsgenau im Format MM.JJJJ notiert.

Sie beginnen mit dem Block „Persönliche Daten“. Die persönlichen Daten umfassen Ihre Stammdaten, wie Name, Adresse und Kontaktdaten.

Persönliche Daten

Name:

Titel oder Diplomgrad, Vor- und Zuname

Wohnanschrift:

Musterstraße 4

01800 Musterdorf

Geburtsdatum und -ort:

10.06.1978 in Musterdorf

Staatsangehörigkeit:

deutsch

Familienstand:

ledig/verheiratet/…, Anzahl der Kinder, Alter der Kinder

Telefon:

03594 718942100

E-Mail:

max.mustermann@muster.de

Zu Familienstand, Staatsangehörigkeit, Geburtsdatum und -ort müssen Sie keine Aussagen machen, da auch hierfür das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz gilt.

Den persönlichen Daten folgt bei Schülern häufig der Block „Schulischer Werdegang“. Darin geben Sie Auskunft zu den besuchten Schulen.

Weitere zeitbezogene Blöcke können sein:

  • Beruflicher Werdegang
  • Praktika
  • Nebentätigkeiten
  • Auslandsaufenthalte
  • Ehrenamtliche Tätigkeiten
  • Wehrdienst / Zivildienst

Auf Tätigkeiten, die für die Ausbildungsstelle wichtig sein können, gehen Sie mit drei Stichpunkten näher ein. Zeitbezogene Blöcke werden antichronologisch sortiert (letzte Tätigkeit zuerst, amerikanischer Lebenslauf) oder chronologisch (deutscher Lebenslauf). Wir empfehlen die antichronologische Reihenfolge nur bei umfangreichen Lebensläufen.

Analog zu zeitbezogenen Blöcken gibt es auch funktionsbezogene Blöcke. Diese werden vorwiegend für Hardskills, wie Sprachkenntnisse und EDV-Kenntnisse, verwendet. Beachten Sie dabei, dass die aufgeführten Eigenschaften mit Nachweisen (Zertifikate) belegt werden sollten oder im Vorstellungsgespräch getestet werden. Schummeln bringt also nichts.

Bei Schülern wird häufig noch eine Kategorie „Hobbys“ erstellt. In diese Kategorie tragen Sie Freizeitaktivitäten ein, die Sie für die Ausbildungsstelle als sinnvoll erachten. Vermeiden Sie Risikosportarten (Bergsteigen).

Der Lebenslauf wird unter Angabe von Datum und Ort handschriftlich unterschrieben. Mit Ihrer Unterschrift bestätigen Sie die Richtigkeit der Daten. Umfassende Informationen zum Lebenslauf finden Sie in unseren Beiträgen Tabellarischer Lebenslauf und Gliederung im Lebenslauf.

Die Dritte Seite – Position 4 –

Die Dritte Seite ist eine zusätzliche Seite, in der Sie den Fokus auf weitere Aspekte legen können. Für Schüler ist die Seite zumeist nicht relevant. Angehende Studenten nutzen die Seite oft für das Motivationsschreiben. Die folgenden Informationen sind für Sie daher nur relevant, wenn Sie sich für ein Studium bewerben und seitens der Hochschule ein Motivationsschreiben gefordert ist.

Das Motivationsschreiben

Die Hochschule möchte mit dem Motivationsschreiben erfahren, warum Sie den Studiengang gewählt haben, warum Sie sich dazu geeignet fühlen und warum Sie sich für diese Einrichtung entschieden haben. Zu den genauen Modalitäten sollten Sie sich zunächst auf der Homepage der Hochschule oder direkt informieren. So gibt es oft von Hochschule zu Hochschule unterschiedliche Vorgaben zu Umfang, Inhalt und Gestaltung.

Das Motivationsschreiben umfasst in der Regel maximal zwei Seiten und hat folgenden Aufbau:

  1. Schlanker Briefkopf mit Absender- und Empfängeradresse (linksbündig ausgerichtet)
  2. Datum und Ort (rechtsbündig ausgerichtet)
  3. Betreff mit Angabe des Studienganges und des gewünschten Startdatums
  4. Anrede
  5. Angaben zum bisherigen Werdegang
  6. Ihre beruflichen Ziele
  7. Argumente für Ihre Eignung
  8. Begründung zur Wahl der Hochschule
  9. Abschlusssatz mit Grußformel
  10. Ihre handschriftliche Unterschrift

Der Motivationstext (Punkte 5. – 8.) wird in Absatzform gestaltet und darf keine Standardformulierungen enthalten. Auch wenn in Mustern oft ganz tolle Formulierungen enthalten sind, die Professoren haben die Passagen schon zu oft gelesen und sortieren Sie dann aus. Ausführliche Informationen zum Motivationsschreiben haben wir für Sie im Beitrag Bewerbung um ein Studium zusammengestellt.

Die Anlagen – Position 5 –

Zu den Anlagen zählen Zeugnisse und Nachweise. Versenden Sie mit Ihrer Bewerbung nur Anlagen, die für den Ausbildungsberuf oder das angestrebte Studium relevant sind. Bei Schülern sollte das letzte Schulzeugnis mitgeschickt werden. Auch Zeugnisse über geleistete Praktika oder Zertifikate zu Sprachkenntnissen können manchmal wichtig sein. Beschränken Sie sich aber auf das Wesentliche.

In welcher Form kann ich meine Bewerbungsunterlagen versenden?

Grundsätzlich können Sie Ihre Bewerbung schriftlich auf dem Postweg versenden oder als Onlinebewerbung per E-Mail. Bei der Entscheidung kommt es auf das Unternehmen an. Erkundigen Sie sich daher, welche Bewerbungsformen vom Unternehmen akzeptiert werden. In der Regel steht das bereits in der Stellenanzeige. Alternativ können Sie sich auf der Unternehmenshomepage informieren oder telefonisch nachfragen.

Wird in der Stellenanzeige eine E-Mail-Adresse genannt, können Sie davon ausgehen, dass eine E-Mail-Bewerbung erwünscht ist. Wenn sowohl die Bewerbung per Post als auch die Bewerbung per E-Mail erlaubt sind, sollten Sie sich für die elektronische Variante per E-Mail entscheiden. Das ist für Sie günstiger und schneller. Zudem belegen Sie damit Ihren Umgang mit modernen Informationstechnologien.

Die Bewerbung auf dem Postweg

Bei der Bewerbung per Post versenden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen, sofern nicht anders gefordert, in einer Bewerbungsmappe. Die Bewerbungsmappe können Sie in unterschiedlichen Ausprägungen (zweiteilig, dreiteilig …) und in verschiedenen Qualitäten käuflich erwerben. Achten Sie aber auf ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis und bedenken Sie, dass Sie die Bewerbungsmappe gegebenenfalls nur einmal nutzen können.

In die Bewerbungsmappe heften Sie Ihre Unterlagen in folgender Reihenfolge:

  1. Deckblatt
  2. Tabellarischer Lebenslauf
  3. Dritte Seite
  4. Zeugnisse, Nachweise und Zertifikate in chronologischer Reihenfolge

Sie werden bei der Aufzählung sicher das Bewerbungsschreiben vermisst haben. Das ist aber vollkommen korrekt. Das Anschreiben ist nicht Bestandteil der Bewerbungsmappe. Das hat den Hintergrund, dass das Anschreiben in der Firma verbleibt, die Bewerbungsmappe bekommen Sie aber bei der Absage zurück. Legen Sie das Anschreiben daher einfach lose auf die Bewerbungsmappe und versenden Sie beide Unterlagen in einem Briefumschlag.

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