Als Führungskraft kein Erfolg bei der Jobsuche

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Anmeldungsdatum: 17.08.2023
Beiträge: 3
Als Führungskraft kein Erfolg bei der Jobsuche
17.08.2023 15:34
Hallo,
ich bin Mitte/Ende 30 und im Handwerk tätig. Ich habe eine Ausbildung und den Meisterbrief.

Aktuell fehlt mir alles was man sich vorstellen kann. Zeit für die Familie, Geld für die Familie und das wichtigste ist eine Erfüllung im Beruf.

Es ist immer das Dauerthema Personal und Fachkräftemangel. Leider kann ich das gar nicht bestätigen. Einige meiner Freunde und Bekannten haben das gleiche Dilemma.

Ich bin seit mehreren Jahren als Führungskraft tätig, habe ein nicht ganz so tolles aber auch kein schlechtes Gehalt und habe mir jetzt schon mehrfach eine blutige Nase geholt. Aktuell liegt das Gehalt bei 40% über Tarif aber weit unter den Median was eine Person in gleicher Position statistisch verdient.

Beworben habe ich mich nur bei den großen Firmen, die mind. deutschlandweit besser weltweit tätig sind. Ein paar hatten mich mal eingeladen aber bei der Gehaltsvorstellung ziemlich geschluckt.

Wie kann das sein? Wir haben Fachkräfte und Führungskräfte Mangel, als Führungskraft habe ich doch die Verantwortung ob meine Abteilung, Team oder Niederlassung Gewinne einfährt. Das Gehalt sollte dort doch aktuell über den Median liegen, wenn eine Firma sucht und zusagen.

Oder sind Führungskräfte mit Erfahrung unbeliebt? Nachdem Motto "er konnte alles gestalten aber hat es nicht geschafft?".

Aus meiner bisherigen Führungspsoition gesprochen und praktiziert, habe ich eigentlich immer versucht den marktgerechten Lohn zu bieten und diesen mitzugehen. Auch wenn das teils bei 50% über den Tarif der Entgeltgruppe lag.

Aktuell bin ich soweit das ich nur das aktuelle Gehalt ohne Tantieme oder weitere Bonifizierungen mit 30% aufschlage und maximal 10% runter gehe.

Ist der Markt im Handwerk (technischer Beruf) wirklich leer gefegt und Bewerber sind Mangelware? Ich würde sofort ein Niederlassungsleiter mit vorangegangener Berufserfahrung einstellen und nicht auf den letzten Cent achten. Eine interimsmäßig besetzte Stelle hat meiner Erfahrung nach immer nur viel Geld gekostet (Fehler, Einarbeitung, nachlassendes Vertrauen der Kunden).

Bewerbungen sind zu 95% digital. Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse und weitere Zertifikate und Nachweise. Sind selbstredend dabei. Aufgrund des ungekündigten Angestelltenverhältnisses gibt es aktuell keinerlei Zeugnisse.
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SET
Gast




Zu: Als Führungskraft kein Erfolg bei der Jobsuche
17.08.2023 22:19
Ich weiß leider nicht richtig, was ich antworten soll. Das ausschlaggebende Argument scheint das geforderte Gehalt zu sein? Bei uns wird auch AT bezahlt, für die Leute, die in die Entgeldklasse nicht mehr passen. Aber 50% über Tarif ist da nicht drin.

Beim Thema Fachkräftemangel habe ich zwei Meinungen. Zunächst muss ich im IT-Bereich zustimmen. Wir bekommen wirklich keine guten Leute mehr. Und wenn, dann wollen die ein unverschämtes Gehalt. Das wird dann aber auch meistens gezahlt, wenn Bedarf besteht.

Und es gibt die Firmen, die über den Fachkräftemangel jammern, aber nicht bereit sind, anständige Gehälter zu zahlen. Das dann keine Bewerber kommen, erklärt sich von selbst.

Aber einige Gehälter sind auch wirklich historisch gewachsen. Dann macht der neue AG schon Augen, wenn das verlangt wird. Auch das durfte ich schon erfahren. Bei mir hat's aber dennoch geklappt.

Aber wir gesagt, Geld ist auch nicht alles. Die Aufgaben müssen passen und Spaß machen.
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Anmeldungsdatum: 17.08.2023
Beiträge: 3
Danke
21.08.2023 10:08
Ich kann es einfach schwer einordnen, bei allen gängigen Portalen ist das geschätzte Gehalt immer als Filter aktiviert.

Das Gehalt ist ja kein Wunsch, sondern notwendig um alle Ausgaben für die Familie zu decken. Das haben wir schon monatlelang hin und her gerechnet. SK3/5 wieder in 4/4 Kinderbetreungskosten oder doch 3/5 lassen? Vielleicht beide Homeoffice um die Kinderbetreung zu sparen. Es gab viele Ideen.

Ich kann mir zumindest kein Argument zusammen reimen, wo ich bewusst auf 40% vom Gehalt verzichten würde und bei gleicher Arbeitszeit angestellt bin. Für eine 20/Stunde Woche wäre das ok, dann könnte ich meine Selbstständigkeit ausbauen oder meien Frau wieder mehr arbeiten.

Ja ich hatte eigentlich immer über Tarif verdient und das war schon immer ein Problem. Letzlich ist einfach das zwingend benötigte Geld, der einzige Grund warum ich noch im aktuellen Unternehmen bin.

Ich hatte aber auch mit einem ganz anderen Bewerbermarkt gerechnet. Ich habe eigentlich erwartet das Geld keine Rolle spielt sondern Softskills, Erfahrung und nachweisbare Qualifikation.

Hast du denn eine Idee, wie man ein "übertarifliches" Gehalt anderweitig durch bekommt? Das Problem ist wahrscheinlich der Stein der in Rollen gerät. Sollte eine vergleichbare Position geingeres Gehalt haben, wird es schnell zu unfrieden im Betrieb führen. Auf der anderen Seite, muss ich ja einfach arbeiten um Geld zu bekommen. Ich kann meine Tage durchaus sinnvoller und schöner verbringen,a ls ins Büro zu fahren, mir über Zahlen der Kopf zerbrechen, bei Personal nur kopfschüttelnd zuzuschauen und am Ende gestresst nach Hause fahren.

Mein Traumjob sah immer 60% mobiles arbeiten und 40% Büro vor. Als Führungskraft schwierig, das ist klar. Gehaltsmäßig sehe ich 20% mehr als jetzt auch als Minimum voraus. Das wäre dann ganze 168% über Tarif und würde sogar über den Median liegen.

Aber dafür müsste ich erstmal die Gehaltsfrage schaffen und eine Firma finden die ernsthaft Interesse hat.

Wäre es vielleicht eine gute Strategie eine Ebene höher als Bewerbung anzustreben? Dort werden es vielleicht nur noch 20% über Tarif sein.
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Lavesaver
Gast




Bewerbung als Führungskraft - Gehalt
22.08.2023 21:24
Also ich würde keine neue Stelle antreten, wenn ich dann weniger Geld verdiene. Die muss schon inhaltlich super toll sein und die aktuelle Stelle wirklich schlecht. Oder ich bin arbeitslos. Aber ansonsten, never!

Ich weiß, dass es solche Konstellationen gibt. Häufig ist das bei historisch gewachsenen Gehältern der Fall - 20 Jahre in einer Firma usw.

Vielleicht machen Sie das Falsche und müssen wirklich eine Ebene höher mit mehr Verantwortung gehen oder in einen Konzern oder in eine Firma ohne Tarif. AT wird bei uns auch gezahlt, aber außertariflich wird nur gezahlt, weil man die Leute wirklich dringen haben will. In meiner Branche ist das aber vielerorts wirklich der Fall.
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Anmeldungsdatum: 17.08.2023
Beiträge: 3
Kurzes Update
13.09.2023 11:16
Die Zeit vergeht extrem schnell und so langsam muss ich mir überlegen, was soll als nächstes kommen.

Es gab weitere Bewerbungen aber ohne wirkliche Erfolge. Zwei Stellen haben sich nach einem kurzen Teams Meeting erledigt. Zu 2 Bewerbungsgesprächen bin ich hin gefahren.

Anscheinend ist der Fach- und Führungskräftemangel nicht so hoch wie überall erzählt wird. Ich habe bei aktuelles Gehalt +20% angefangen und selbst das aktuelle Gehalt +10 % war nicht realisierbar.

Mittlerweile bin ich echt ratlos. Die Vita passt, die Qualifikationen passen, menschlich scheint es zu passen und abundzu kann man auch das Thema Arbeiten wann, wo und wie man will durchboxen. Aber beim Gehalt hakt das immer.

Ich als Arbeitgeber würde versuchen schnellstmöglich und Bestens zu besetzen. Nicht schnellstmöglichst und billigst. Es gab Vormittage da wurden in 2 Stunden 620 000 Euro Reingewinn generiert ohne Risiko und Aufwand, durch Verhandlungen.

Vielleicht wurde ich auch nur zu den verkehrten Stellen eingeladen, aber es muss ja eigentlich zahlungswillige geben.

Ich habe mir jetzt ein paar Zahlen besorgt und etwas verändert.

Gezahltes Gehalt im Mittel 6500 Euro. Nach Tarif 4000 Euro und ich bekomme 5600 Euro. FALSCHE ZAHLEN ZUM SCHUTZ DER PRIVATSPHÄRE.

Ansetzen würde ich bei 7000 Euro, etwas Verhandlungsraum lassen um bei 6700 einig zu werden.

Sind die Zahlen realistisch? In meiner aktuellen Position würde das runter gebrochen auf eine Bewerbung passen und ich würde das machen als Arbeitgeber.
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XT
Gast




Bewerbung als Führungskraft - Gehalt
14.09.2023 17:17
Ich kann es Ihnen auch nicht sagen. Bei uns sind viele Mitarbeiter unterbezahlt und kündigen deswegen. Der Arbeitgeber stellt daraufhin neue Mitarbeiter zu "marktüblichen" Preisen ein, also in der Regel erheblich teurer. Der logische Verstand würde sagen, gib den (bereits eingearbeiteten) Mitarbeitern einfach bisschen mehr Geld und die bleiben. Da spare ich immer noch. Das macht der Arbeitgeber aber nicht. Deswegen kann man da nicht immer auf den gesunden Menschenverstand hoffen. Die versuchen zu sparen, wo es nur geht.

Du kannst das bei dir nur testen mit dem Gehalt. Zu verlieren hast du nichts, schließlich bist du nicht arbeitslos und darauf nicht angewiesen. Also Versuch macht klug. Für weniger Geld, als ich aktuell bekomme, würde ich aber nicht wechseln. Eigentlich sagt man immer, Wechsel > +10% mehr Gehalt. Gerade heute bei der Inflation.

Wenn das aber allen AG zu teuer wird, dann muss man vielleicht was machen, wo mehr Verantwortung enthalten ist. Ich kenne das so, mehr Verantwortung = mehr Vergütung.

VG, Stephan
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