Alter60+
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Anmeldungsdatum: 09.09.2025
Beiträge: 9
Arbeiten bis zum Umfallen - Neue Berechnungsformel des GdAb
21.08.2026 00:32
Moin,

Überall und besonders Im technisch-handwerklichen Bereich und Industrieberufen wird seit Jahren lautstark über den „Fachkräftemangel“ geklagt und über den starken Personalabgang der Babyboomer gejammert. Gleichzeitig spüren immer mehr Ältere die Vorbehalte ihnen gegenüber, der sich wie latenter Altersrassimus anfühlt.

Anbei empfiehlt die Rentenkommission, dass wir künftig bitte bis 70+ arbeiten sollen - nur wie wird verschwiegen. Brauchen wir eine genaue Definition des Grad der Altersbehinderung (GdAb) mit entsprechenden Quoten in den Betrieben? Also diejenigen, die die Quote nicht erfüllen zahlen eine Abgabe in einen Topf ein, von dehnen die diese überfüllen eine Unterstützung bekommen, um auch die Arbeitsplätze entsprechend herrichten zu koennen, damit die AN tatsächlich in der Lage wären bis 70 zu arbeiten?
Dies stelle ich hier mal zu Diskussion.

Denn ohne eine Reform des Arbeitsmarktes, wo älteren AN auch die Möglichkeit zu Teilhabe am auskömmlichen Erwerbsleben gegeben wird, bleibt die Rentenreform in Wahrheit eine Rentenkürzung!

Modulierte Berechnungsformel fuer Einstellungshemmnisse (Grad der Altersbehinderung) aelterer Personen ab 45 Jahren ggue. einem identisch qualifizierten 30-jaehrigen
[Quote=GdAb eines AN(a) gegenüber eines identisch qualifizierten 30-jährigen]

    Arbeitsbereich: . . . . . . .Formel: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kurzbegruendung
    IT / Digital . . . . . . . . . . GdAb(a) =100/(1+e^(-0.45(a-48 ))) . . Sehr frueher und steiler Anstieg durch
    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . hohe Technologiezyklen, Substitution
    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . und schnelle Abloesung aelterer Systeme.

    Technische Industrie . . . . GdAb(a)=100/(1+e^(-0.30(a-54))) . . .Spaeterer, aber weiterhin steiler Anstieg
    / MINT-Industrie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . durch hohe IT-Durchdringung,
    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Spezialisierung und Prozesslastigkeit.

    Handwerklich-technische . GdAb(a)=90/(1+e^{-0.30(a-50)}) . . . Frueherer Anstieg durch koerperliche
    Berufe (HT) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Belastung und Industrialisierung des
    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Bauens; gedaempft durch Fachkraeftemangel.

    Soziale Betreuung / . . . . . GdAb(a)=80/(1+e^(-0.18(a-53))) . . . Flacher Verlauf. Soziale Kompetenz
    Pflege Betreuung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . wirkt positiv, koerperliche und
    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . psychische Belastungen wirken negativ.

    Gesundheit / medizinisch- .GdAb(a)=70/(1+e^(-0.20(a-55))) . . . Wissens‑ und erfahrungsorientiert;
    technische Berufe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . moderater Altersanstieg, koerperliche
    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Belastung je nach Taetigkeit unterschiedlich.

    Gesundheit / koerperlich . . GdAb(a)=90/(1+e^(-0.30(a-50))) . . . Hohe koerperliche Belastung,
    belastende Pflege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Schichtdienst, Heben/Transfer von Patienten,
    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . steiler Anstieg der Altershemmnisse.
[/quote]