Ausbildung - Betriebswechsel

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von Hauswirtschafterin zur Kauffrau für ...ist das zu knapp für eine Bewerbung für ein ...
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Nisi
Gast




Ausbildung - Betriebswechsel
06.10.2018 14:40
Hallo,

ich würde sehr gerne den Betrieb wechseln, weil ich mit dem Betriebsklima nicht klar komme. Genauer gesagt, mit dem Umgangston. Ich war auch schon beim Chef, aber dort hieß es, dass ich damit umgehen lernen soll und ein dickeres Fell zulegen. Da das sich nicht ändern wird, möchte ich mich bewerben. Aber die Begründung in der Bewerbung fällt mir schwer.

Würde es reichen, wenn ich in der Einleitung sowas schreibe

Zitat:

Ihre Auszubildende Name Nachname, hat mir Ihren Betrieb aufgrund des sehr guten Betriebsklimas empfohlen und mitgeteilt, dass Sie motivierte Auszubildende suchen. Daher möchte ich mich vorstellen und meine Ausbildung gerne bei Ihnen fortsetzen

.

Da alles andere ein schlechtes Licht auf den Betrieb werfen würde, wie wenn ich schreibe, dass das Betriebsklima schlecht oder der Umgangston sehr unfreundlich ist, dachte ich mir, dass der Grund, dass ich wegen des guten Betriebsklimas dort hin möchte, auch schon einiges sagt und eventuell reichen würde.

Vielen Dank für jede Antwort.
Candy Ellen
Gast




Zu: Ausbildung - Betriebswechsel
08.10.2018 12:57
Hi!

Das würde ich nicht machen. Du wechselst aus persönlichen Gründen in einen neuen Betrieb. Die Sache mit dem Betriebsklima führst du im nachhinein natürlich dennoch auf, ist aber zweitrangig. An erster Stelle ist die Kompetenz - du willst schließlich etwas lernen.

Führe als Qualifikation auf jeden Fall die Dinge auf, die du bisher in deiner Ausbildung bereits gelernt hast.

Viele Grüße
Candy
Quergeist
Gast




Zu: Ausbildung - Betriebswechsel
08.10.2018 18:40
Hallo Nisi,

leider verroht unsere Gesellschaft immer mehr und der innere Frieden des Volkes verliert an Achtung.

Respektlose Menschen - aus welchem Grund auch immer - gibt es in jedem Betrieb. Ich schreibe aus Erfahrung, weil ich dreißig Berufsjahre (und ca. dreißig Arbeitsstellen) hinter mir habe. Diese Menschen habe ich gemieden, wenn es möglich war. Manchmal waren es meine Vorgesetzten (m/w).

Ich hatte auch keine Lust, mich mit diesen Menschen herumzustreiten, weil meine Arbeit darunter litt. Deshalb wechselte ich öfters meine Arbeitsstelle. Ein dickes Fell wollte ich mir nicht „anschaffen“. Wenn ich schon mit Menschen tagtäglich acht bis zehn Stunden verbringen musste, weil es die Zusammenarbeit erforderte, muss die Chemie stimmen. Zu einem Wechsel will ich Dir nicht raten - genauso wenig wie abraten. Es ist Deine Entscheidung, die ich nicht beeinflussen will.

Zu Deinem Anschreiben:
Ein Bewerbungsanschreiben ist kein Rechtfertigungsschreiben. Einen Grund Deines Wechselwunsches brauchst Du nicht angeben. Der Personaler wird Dich allerdings dann beim Vorstellungsgespräch danach fragen.

In einem Bewerbungsanschreiben darf nichts Schlechtes stehen, über Deinen jetzigen/früheren Arbeitgeber.

Ein gutes Betriebsklima bei der Wunschfirma kann ein Grund sein, den Ausbildungsbetrieb zu wechseln. Der Personaler wird sich wohl denken, dass der Wohlfühlfaktor in Deinem jetzigen Betrieb schlecht ist.

Candy hat recht. Ich würde nichts speziell zu verstehen geben, warum ich meine Ausbildung nicht vertragsgemäß beenden will. Du kannst natürlich schreiben, dass Deine Bekannte Dir erzählt hat, wie schön es in ihrem Ausbildungsbetrieb ist. Dein Wechselgrund wäre dann die vorteilhaften Ausbildungsbedingungen im Betrieb Deiner Bekannten.

Auch hier hat Candy recht: Der Personaler muss Deine Qualitäten erkennen, die Du mitbringst, um die Firma und die Kolleg(inn)en tatkräftig zu unterstützten. Sein Anliegen ist es, mit Deiner Arbeitskraft ein gutes Geschäft zu machen. Dieses Gefühl musst Du ihm vermitteln.

Ich weiß, das ist leichter gesagt als geschrieben. Wink Ich habe es mal versucht und bin der Meinung, dass es mir einigermaßen gelungen ist. Smile Du darfst das Beispiel gerne verwenden:

Zitat:



Bewerbung für eine Ausbildung zur xxx


Sehr geehrter Herr xxx,

das Einblick bietende Gespräch mit Frau xxx über die positive, angenehme Art und Weise der Ausbildungsbegleitung/-unterstützung in Ihrem Hause stimmt mich froh und weckt den Wunsch in mir, meine Lehr­zeit in Ihrem Unternehmen zu beenden. Hierfür bringe ich eine solide Vorbildung, meine Anstrengungsbereitschaft und den Willen mit, alles zu geben, damit die Angehörigen der FIRMENNAME GESELLSCHAFTSFORM, die Kundschaft sowie ich selbst mit meiner Ar­beits­leis­tung hochzufrieden sind. Deshalb empfehle ich mich als Ihre Azubine in spe – und freue mich darauf.



Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Vorhaben und drücke Dir die Daumen, dass es klappt. Smile

Mit lieben Grüßen

Quergeist
Nisi
Gast




Zu: Ausbildung - Betriebswechsel
28.10.2018 14:23
Danke für eure Antworten.

Ich hab mein Vorstellungsgespräch hinter mir, aber glaube, dass das nichts war. Die wollten wirklich den konkreten Grund wissen und alles was ich vorgebracht habe, war ausreichend und wirklich viel über meinen Betrieb, insbesondere über die Gründe, wollte ich schon mal gar nicht reden, da diese überhaupt nicht positiv sind und ich nicht wüsste, wie ich so etwas positiv darstellen soll. Alle Gründe, die ich aufgeführt habe, dass der Betrieb sehr empfohlen wurde, gute Konditionen hat, wurde nicht angenommen.

Ich wurde ziemlich in eine Ecke gedrängt, was den Wechselgrund angeht und auch zu meinen privaten Kontakten befragt, ob ich Streit hätte oder Kontaktabbrüche. Was sagt ihr dazu? Ist das gewöhnlich?

Ich würde hier, falls ich eine Zusage bekommen sollte, meine Bewerbung zurückziehen. Darf man das dennoch?

Ich bräuchte Ratschläge, wie ich bei meinem nächsten Vorstellungsgespräch meinen Wechsel begründe, ohne die wahren Gründe zu nennen. Vorteile sind kaum vorhanden, das sind dieselben überall, die auch mein Betrieb hat.
Nisi
Gast




Zu: Ausbildung - Betriebswechsel
28.10.2018 14:33
"... alles was ich vorgebracht habe, war NICHT ausreichend". Wollte ich noch korrigieren.

Ich schrieb im Anschreiben, begründete ich den Wechsel so, weil es auch im Unternehmensprofil aufgeführt war, was ich aufgreifen wollte "Sie sind bekannt für Ihr offenes und freundliches Arbeitsklima, weshalb ich meine Ausbildung gerne bei Ihnen fortsetzen möchte."

Das wurde jedenfalls nicht akzeptiert als Grund. Egal was ich nannte, war "nicht Grund genug". Ich äußerte mich trotzdem nicht und blieb hartnäckig. Mit einer Absage rechne ich bereits, aber möchte mich weiterbewerben.

Ist das gewöhnlich, dass die Leute dermaßen herumbohren?

Auf meine Qualifikationen wurde gar nicht eingangen, ich bin gar nicht dazu gekommen zu erzählen, was mein Stand ist.
Nisi
Gast




Zu: Ausbildung - Betriebswechsel
28.10.2018 14:47
Wie kann ich meinen bisherigen Stand, also alles was ich gelernt habe, im Anschreiben formulieren? Gehört das ins Anschreiben oder in den Lebenslauf?
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