Bewerbungsschreiben nach Zuweisung vom Arbeitsamt - Hilfe!!!

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Bewerbung um Minijob mit 56 JahrenBewerbung als Sekretärin in einer Anwaltskanzlei
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Gast





Bewerbungsschreiben nach Zuweisung vom Arbeitsamt - Hilfe!!!
31.01.2016 14:46
Hallo zusammen,
ich habe ein großes Problem und ich hoffe das mir hier jemand helfen kann wie ich meine Bewerbung verfassen kann. Ich bin 55 Jahr alt und seit ca. 5 Jahren wieder im Berufsleben. Davor war ich Hausfrau und Mutter. Aufgrund meiner Erkrankung ( ich wurde im August am Knie operiert ) wurde mir im Dezember unerwartet gekündigt. Ich bin seit Anfang Januar wieder "gesund geschrieben" muss aber 2x die Woche noch zum Reha Sport. Nun mein Problem. Mir wurde vom Arbeitsamt eine Stelle zugewiesen, worauf ich nun eine Bewerbung schreiben muss. Ich bin so lange raus, da ich mich bei meiner letzten Stelle mündlich beworben habe. Meine letzte schriftliche Bewerbung liegt über 35 Jahre zurück. Da ich mich auf diese Stelle hin eigentlich nicht freiwillig bewerbe, sondern nach Auflage des Arbeitsamtes, weiß ich absolut nicht wie ich die Bewerbung verfassen soll. Da ich mich eigentlich noch nicht so richtig fit fühle und auch noch unter Schmerzen leide und daher auch etwas unmotiviert bin. Aber als Arbeitsloser muss ich diese Auflagen vom Arbeitsamt halt erfüllen. Ich habe die letzten 5 Jahre in einem privaten Haushalt als Haushälterin gearbeitet und soll mich nun auf eine ausgeschriebene Teilzeit Stelle zur Hauswirtschafterin bewerben. Wie soll ich so eine Bewerbung verfassen, ich habe absolut keine Ahnung. Rolling Eyes Rolling Eyes Rolling Eyes
Ich hoffe und würde mich sehr freuen, hier von euch Hilfe zu bekommen.
Vielen lieben Dank,

Jane 55
Hinweiser
Gast




Zu: Bewerbungsschreiben nach Zuweisung vom Arbeitsamt - Hilfe!!!
03.02.2016 14:53
Hallo Jane55,

ein ansprechendes Bewerbungsanschreiben zu verfassen ist keine leichte Aufgabe. Sie erfordert viel Wissen und Zeit, sich dieses Wissen anzueignen. Hier auf dieser Bewerbungsplattform gibt es jede Menge Tipps (siehe linke Bildschirmseite), die Du beherzigen solltest. Unmotiviertheit ist ein schlechter Begleiter. Denke lieber an die Zukunft, denn Du wirst in Deinem Leben, wahrscheinlich in naher Zukunft, noch öfters eine Bewerbung schreiben müssen, wenn Du nicht gesperrt werden möchtest.

Ich habe in den letzten zwei Jahren ca. 150 Bewerbungen geschrieben (in Zusammenarbeit mit meiner Schwägerin, 57 Jahre alt), die auch auf Verlangen des Amtes geschrieben und versendet wurden. Anfänglich war das eine Heidenarbeit, doch wir sind mit unseren Aufgaben gewachsen. Diese 150 Bewerbungen hatten ca. 35 Vorstellungsgespräche zur Folge, worauf wir sehr Stolz waren. Smile

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Hier sind ein paar Formulierungsmöglichkeiten, die Dir helfen werden, den richtigen "Ton" zu treffen. Bei der Strukturierung Deines Anschreibens sind diese ebenfalls hilfreich.

[b]Einleitung:
1. Bezug zum Unternehmen herstellen (was verbindet mich mit dem Unternehmen).
2. Das Unternehmen loben (nicht übertreiben).
3. Erwähnen, was ich für das Unternehmen leisten will (wie bringe/setze ich mich ein).
4. Qualifikation beschreiben (Darstellung Deiner(s) Kompetenzen/Fachkenntnisse/Know-hows).
5. Verständlich machen, dass Du wirklich Interesse an der angebotenen Stelle hast und Freude, Spaß wie auch Lust damit verbindest. Die Beschreibung Deiner Motivation sollte fühlbar werden.
6. Der Ansprechpartner(in) sollte persönlich angeschrieben werden (z. B., Sehr geehrter Herr Müller,)

Hauptteil:
1. Schilderung Deiner Qualifikation (was kann ich).
2. Aufzählung Deiner Tätigkeiten vergangener Tage (was habe ich gemacht).
3. Beteuerung Deiner Leistungsbereitschaft (was bringe ich dem Unternehmen).
4. Schilderung Deiner bewiesenen Stärken (was zeichnet mich aus).

Abschluss:
1. Ein freundlicher Abschlusssatz, der zeigt, dass Du Dich auf die Arbeit freust und richtig Bock drauf hast.
2. Bekundung Deiner Freude auf ein Vorstellungsgespräch.
3. Grußformel „Mit freundlichen Grüßen“.
4. Postskriptum - dieses bleibt dem Personaler in Erinnerung.

Diese Ausdrucksweisen und Formulierungen sollten im Anschreiben keine Verwendung finden:

1. Übertriebene Beschreibung der eigenen Vorteile, die man aus der Einstellung zieht.
2. Keine „Nullaussagen“ formulieren, z. B., „Allgemeine Bürotätigkeiten sind für mich selbstverständlich.“. Dieser Satz enthält keine verwertbare Information - besonders wenn ihn eine Büroangestellte(r) schreibt.
3. Keine Negativmotivation zu erkennen geben, z. B., „Ich habe bis zuletzt auf Besseres gehofft und ...“
4. Vermeide Negationen (keine, nicht / „Leider bringe ich keine Erfahrungen mit ...“ / „Da ich die Ausbildung nicht beendet habe ...“
5. Vermeide Negativa (Schattenseiten, Schwächen / „... der Umgang mit EDV-Programmen stellt für mich kein Problem dar“ Das Wort „Problem“ sollte in Deinem Vokabular fehlen.
6. Vermeide Redundanzen (das Vorhandensein von eigentlich überflüssigen Elementen, die für die Information nicht notwendig sind; über­häu­fen mit Merkmalen; dop­pelt ge­mop­pelte Informationen.
7. Nicht im Konjunktiv schreiben (Nicht etwas nur mittelbar und ohne Gewähr be­schrei­ben / „Über ein Vorstellungsgespräch würde ich mich freuen“ / Die Wörter „könnte“ und „möchte“ sind auch verpönt).
8. Sätze nicht mit „Ich“ beginnen. Der Personaler glaubt sonst Du seiest egozentrisch.
9. „Ich hoffe“, ist eine Ausdrucksweise, die eine Unsicherheit erkennbar macht.
10. Nicht den Lebenslauf abschreiben. Manche Erwähnungen aus dem Lebenslauf, besonders die werbewirksamen und herausragenden Fakten, kannst Du benennen.
11. Nicht die Anforderungen aus dem Stellenangebot abschreiben. Wenn Du Dich auf diese beziehst, wähle andere Worte sonst wirkt die Formulierung einfalls- und lustlos. Der Personaler erkennt darin, dass der Bewerber(in) sich wenig bemüht hat, und schließt so auf Deine Arbeitsweise.
12.Vermeide Passivformen. Schreibe (bespielsweise) nicht: „Durch die Weiterbildung zum Staatlich geprüften Maschinenbautechniker konnte ich mein Fachwissen in verschiedenen Bereichen erweitern.“, sondern, „Durch meine Weiterbildung zum Staatlich geprüften Maschinenbautechniker erweiterte ich mein Fachwissen in verschiedensten Bereichen.“

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Jetzt freue ich mich auf Deinen Entwurf und wünsche Dir gutes Gelingen.

Mit lieben Grüßen

Hinweiser
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