Blindbewerbung

Was versteht man unter einer Blindbewerbung? Wann kann diese Bewerbungsform zum Einsatz kommen? Wie erhöhe ich meine Chancen auf Erfolg? Antworten gibt's hier.

Blindbewerbung

Blindbewerbung - Die Standardbewerbung

Was ist eine Blindbewerbung?

Unter einer Blindbewerbung versteht man das Versenden von Bewerbungsunterlagen, ohne dass Sie dazu aufgefordert werden, zum Beispiel durch eine Stellenanzeige. Sie wissen auch nicht, ob das Unternehmen oder die Einrichtung überhaupt offene Stellen zu besetzen hat. Ebenso wenig kennen Sie einen Ansprechpartner für Ihre Bewerbung.

Diese drei Kriterien treffen auch auf die Initiativbewerbung zu. Der wesentliche Unterschied bei einer Blindbewerbung besteht jedoch darin, dass hier massenhaft der gleiche Inhalt (Bewerbungsanschreiben, Lebenslauf) an möglichst viele Unternehmen einer Branche verschickt wird. Im Bewerbungstext werden meist nur der Name des Unternehmens und die Adressdaten ausgetauscht. Die Blindbewerbung ist auch unter dem Synonym der Spontanbewerbung oder Massenbewerbung bekannt.

Im Gegensatz zur Blindbewerbung setzt die Initiativbewerbung vom Bewerber Initiative und die Suche nach Informationen voraus. Sie müssen sich vorab im Unternehmen erkundigen, ob eine Bewerbung überhaupt Sinn macht und erwünscht ist. Weiterhin werden aufbauend von dieser Kontaktaufnahme die Bewerbungsunterlagen auf das Unternehmen individualisiert. Das ist bei der Blindbewerbung nicht der Fall!

Welche Bewerbungsunterlagen werden bei der Blindbewerbung verschickt?

Bei der Blindbewerbung wird nur eine Kurzbewerbung verschickt. Die Kurzbewerbung besteht aus einem Bewerbungsanschreiben und dem tabellarischen Lebenslauf. Auch ein Bewerbungsfoto kann dem Lebenslauf hinzugefügt werden. Dazu reicht es jedoch aus, im Lebenslauf ein qualitativ hochwertiges digitales Foto einzufügen, also ein ausgedrucktes Bild und kein "echtes" Bewerbungsbild. Eine komplette Bewerbungsmappe wird nicht versendet.

Im Anschreiben fügen Sie zum Abschluss einen Satz hinzu, aus dem hervorgeht, dass auf Anfrage gern weitere Unterlagen zugesendet werden.

Beispiel:

Hat meine Bewerbung Ihr Interesse geweckt? Dann sende ich Ihnen gern meine vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen zu.

Wann kann eine Blindbewerbung verwendet werden?

Blindbewerbungen werden vorzugsweise für Stellen genutzt, die weniger qualifizierte Tätigkeiten umfassen oder nicht langfristig ausgeführt werden sollen. Dazu gehören zum Beispiel Nebenjobs, Ferienjobs oder auch Aushilfsjobs.

Für Bewerbungen auf Führungspositionen sollte diese Bewerbungsform keinesfalls verwendet werden!

Die Blindbewerbung wird aufgrund der einfachen und schnellen Möglichkeit oft per E-Mail versendet.

Die Adressen können Sie

  • aus Stellenangeboten in Zeitungen oder Zeitschriften
  • den Gelben Seiten
  • aus Branchenverzeichnissen im Internet
  • von Bekannten
  • oder durch Suchmaschinen, wie Google und Bing, herausfinden.

Wie kann ich meine Chancen auf Erfolg erhöhen?

Was sollte Sie daran hindern, die Zettel einfach in den Abfall zu werfen? Die meisten Firmen fühlen sich durch Standardtexte nicht angesprochen, geschweige denn ernst genommen. Stellen Sie sich die Spontanbewerbung wie einen Werbezettel vor, den Sie ständig in Ihrem Briefkasten finden.

Sie müssen den Inhalt Ihrer Bewerbungsunterlagen also so aufbereiten, dass beim Leser Neugierde auf Ihre Person geweckt wird. Schreiben Sie den Bewerbungstext im Anschreiben deshalb originell und interessant! Geben Sie nur die nötigsten Informationen und versuchen Sie die Firma dazu zu bringen, von Ihnen weitere Bewerbungsunterlagen anzufordern.

Bei der Bewerbung per E-Mail wird die Blindbewerbung oft als SPAM angesehen und ebenso behandelt. Wir empfehlen Ihnen daher, auch wenn es nicht dem Wesen dieser Bewerbungsform entspricht, den Bewerbungstext möglichst auf das Unternehmen zu individualisieren. Versuchen Sie zudem Kontaktmöglichkeiten zu echten Personen herauszufinden. Das Versenden der E-Mail-Bewerbung an allgemeine info@-Adressen macht wenig Sinn.

Verschicken Sie die Blindbewerbung auch nur einmal an das Unternehmen. Weitere Zusendungen werden als Belästigung angesehen.

Unser Fazit

Leider sind bei der Massenbewerbung die Chancen auf Erfolg meist nur sehr gering. Sollte Ihre Bewerbung allerdings nicht sofort zurückgesendet werden, haben Sie gute Chancen in eine Vormerkliste zu gelangen. Hat das Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt Bedarf, so wird man an Sie herantreten.

Wenn Sie sich für eine Anstellung in einem bestimmten Unternehmen interessieren, sollten Sie immer die Initiativbewerbung gegenüber der Blindbewerbung bevorzugen.