Initiativbewerbung
Unter einer Initiativbewerbung versteht man eine Bewerbung
ohne Bezug auf eine Stellenanzeige.
Sie unternehmen den ersten Schritt im Bewerbungsprozess
und reagieren nicht einfach auf eine Stellenanzeige.
Verwechseln Sie die Initiativbewerbung aber nicht mit
einer Blindbewerbung!
Unterschiede bestehen insbesondere in der geleisteten
Arbeit vor Versendung der Bewerbungsunterlagen.
Initiativbewerbungen setzen die Suche nach Informationen
voraus.
Die Bewerbungsart eignet sich sowohl für kleine
und mittlere Unternehmen (KMU) als auch für Großunternehmen.
Während KMU oft nicht alle Stellen ausschreiben,
demonstrieren Sie bei großen Unternehmen Engagement.
Der erste Arbeitsschritt besteht für Sie darin, den gewünschten Arbeitgeber zu finden. Bevor Sie sich aber über konkrete Unternehmen informieren, finden Sie heraus, in welcher Unternehmensform Sie am besten aufgehoben sind.
Im Wesentlichen müssen Sie sich zwischen KMU, Großunternehmen (Konzerne) und öffentlichen Dienst entscheiden. Jede Unternehmensform hat Vor- und Nachteile. Mögliche Kriterien, die Sie dabei ansetzen können, sind individuelle Leistung, Arbeitsbelastung, Personalentwicklung und Vergütung.
So steht bei Kleinunternehmen oft individuelle Leistung
im Vordergrund, während bei Großunternehmen
ein hohes Maß an Anonymität herrscht. Dagegen
werden in Großunternehmen oft höhere Gehälter
sowie Zusatzleistungen (Prämien, Sozialleistungen
etc.) gezahlt. Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
werden durch eine eigene Abteilung für Personalentwicklung
gewährleistet.
Im öffentlichen Dienst ist der berufliche Werdegang,
geprägt von Laufbahn und Dienstalter, weitgehend
vorherbestimmt. Die Vergütung ist meist geringer
als in der freien Wirtschaft. Dafür gibt es feste
Arbeitszeiten und planbare Arbeitsbelastungen.
Nach der Entscheidung für eine Unternehmensform können Sie sich auf die Suche nach konkreten Unternehmen machen. Medien, die Ihnen dabei helfen, haben wir unter Kontaktmöglichkeiten zu Arbeitgebern zusammengestellt.
Haben Sie die passenden Adressen gefunden, so besteht
die nächste Aufgabe in der Erstellung eines
eigenen Profils.
Hierfür können Sie die Stellengesuchsformulare
vieler Internet-Jobbörsen verwenden.
Achten Sie darauf, sich nicht selbst zu überschätzen.
Analysieren Sie Ihre persönlichen und fachlichen
Fähigkeiten. Haben Sie Ihr Profil erstellt, so
erstellen Sie daraus ein Anforderungsprofil.
Was würden Sie in der Rolle des Unternehmens fordern?
Gehen Sie wie ein Personalberater vor. Finden Sie selbst
mögliche Anforderungen der Fachabteilung heraus.
Umfang einer Initiativbewerbung
Bei dem Umfang der Initiativbewerbung besteht die Wahl
zwischen einer Bewerbungsmappe oder einer Kurzbewerbung.
Eine Kurzbewerbung enthält nur das Anschreiben
und den tabellarischen
Lebenslauf.
Empfehlenswert ist es, eine komplette Bewerbungsmappe
zu verschicken. Den Kostenfaktor können Sie durch
eine gute Vorauswahl der Unternehmen reduzieren.
Klären Sie deshalb zunächst in einem Telefonat
mit dem Unternehmen ab, ob grundsätzlicher Bedarf
besteht. Das hat weiterhin den Vorteil, dass man sich
beim Anschreiben auf das jeweilige Telefonat beziehen
kann.
Kurztipps
- Das die Bewerbung initiativ ist, erkennt der Arbeitgeber daran, dass Sie sich auf keine Stellenanzeige beziehen. Vermeiden Sie daher den Begriff "Initiativbewerbung" im Betreff Ihres Anschreibens.
Für Diskussionen rund um die Initiativbewerbung empfehlen wir Ihnen unser Bewerbungsforum.
