Initiativbewerbung bei Berufswechsel

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CMJ
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Anmeldungsdatum: 14.01.2015
Beiträge: 2
Initiativbewerbung bei Berufswechsel
14.01.2015 13:17
Guten Tag,

ich bin neu in diesem Forum und bitte vorab schon einmal um Entschuldigung, sollte ich bei meiner Suche einen Thread übersehen haben, der meine Frage in irgendeiner Form beantwortet.

Meine Situation ist die folgende. Nachdem ich ein paar Jahre in der molekularbiologischen Forschung gearbeitet habe möchte ich diesen Bereich nun verlassen. Derzeit verfasse ich meine Doktorarbeit und bin daher derzeit nicht erwerbstätig. Da ich mich für eine berufliche Neuorientierung entschlossen hatte habe ich im September einen weiterbildenden Studiengang in der Pharmazie begonnen, den man berufsbegleitend absolvieren kann. Mit dem bisher angeeignetem Wissen und vor dem Hintergrund, dass ich demnächst meine Dissertation abschließend werde, möchte ich mich nun initiativ bewerben.

In diesem Zusammenhang beschäftigen mich folgende Fragen:

-wie verfasse ich meinen "Mehrwert" für die Firma, wenn ich doch bisher nur über theoretisches Wissen verfüge?
-ist es sinnvoll vorher einen telefonischen Kontakt herzustellen? Mir würde nicht viel einfallen, was man einem Personalreferenten telefonisch in meiner Situation vermitteln könnte, auf der anderen Seite wird oft gesagt, dass ein telefonischer Erstkontakt positiv ist und auch den Einstig in das Bewerbungsschreiben erleichtert ("Bezug nehmend auf unser Telefonat…")

Für ein paar Hinweise zu meinen Fragen, aber auch ganz genereller Natur zum Thema Initiativbewerbung und Berufswechsel wäre ich sehr dankbar.
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LichtinsDunkel
Gast




Zu: Initiativbewerbung bei Berufswechsel
15.01.2015 02:07
Guten Morgen CMJ,

herzlich willkommen im Forum. Meinem Erachten nach hast Du mit dieser Zugehörigkeit eine gute Wahl getroffen. Smile

Zitat:


ich bin neu in diesem Forum und bitte vorab schon einmal um Entschuldigung, sollte ich bei meiner Suche einen Thread übersehen haben, der meine Frage in irgendeiner Form beantwortet.


Du musst Dich nicht entschuldigen, schließlich kann man nicht erwarten, dass Du 31175 Beiträge durchliest.

Zitat:


-ist es sinnvoll vorher einen telefonischen Kontakt herzustellen? Mir würde nicht viel einfallen, was man einem Personalreferenten telefonisch in meiner Situation vermitteln könnte, auf der anderen Seite wird oft gesagt, dass ein telefonischer Erstkontakt positiv ist und auch den Einstig in das Bewerbungsschreiben erleichtert ("Bezug nehmend auf unser Telefonat…")


Hierbei gibt es Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist in der Tat, dass Du einen Bezug herstellst und Dich in der Einleitung auf das Telefonat beziehen kannst.
Der Nachteil ist, dass man Dich am Telefon abwimmeln kann, nach dem Motto: "Nein, nein wir brauchen keinen neuen Mitarbeiter und deshalb brauchen Sie den Namen des Personalers nicht."

Ich rufe vorher auch nicht an. Einige Unternehmen rücken die Namen der Personaler generell nicht raus. Wenn wirklich Personal gesucht wird, spielt die Anrede sowieso keine Rolle. Diese Erfahrung habe ich selbst gemacht und auf eine Initiativbewerbung, ohne namentliche Anrede, eine Einladung bekommen. Wink

Zitat:


-wie verfasse ich meinen "Mehrwert" für die Firma, wenn ich doch bisher nur über theoretisches Wissen verfüge?


Du verfügst doch über ein mehrjähriges praktisches Wissen, da Du als Forscher gearbeitet hast. Dieses Faktum würde ich in der Einleitung erwähnen und im Hauptteil meine Verrichtungen als Forscher beschreiben. Vielleicht bietet sich eine Dritte Seite an. Da kannst Du Dein umfangreiches Wissen beschreiben, ohne ständig den Platz im Auge zu haben. Das Anschreiben könnte hierfür etwas wenig Platz bieten. Aber das kannst Du besser beurteilen, ob es nötig ist. Hier kannst Du was über die Dritte Seite lesen: http://www.bewerbung-tipps.com/bewerbungsunterlagen/dritte_seite.php

Vor ein paar Tagen habe ich eine Dritte Seite für einen Hilfesuchenden, hier im Forum, verfasst. So kann die Dritte Seite in der Praxis aussehen: Wink
http://www.bewerbung-tipps.com/forum/ausbildung-anschreiben-t10740-15.html

Noch mal zur Frage: Seinen Mehrwert für das Unternehmen stellt man heraus, indem man seine Qualifikationen beschreibt und auf seine Stärken hinweist. Eine Trennung zwischen theoretischem und praktischem Wissen würde ich da nicht vollziehen. Wink Wenn theoretisches Wissen nichts wert wäre, hätte so mancher Hochschulabsolvent, der eine überwiegend theoretische Ausbildung erhalten hat, schlechte Karten auf dem Arbeitsmarkt. Wink Dies ist allerdings nicht der Fall.

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Hier sind ein paar Formulierungs-Möglichkeiten, an denen Du Dich zukünftig orientieren kannst:

Einleitung:
1. Bezug zum Unternehmen herstellen (was verbindet mich mit dem Unternehmen).
2. Das Unternehmen loben (nicht übertreiben).
3. Erwähnen, was ich für das Unternehmen leisten will (wie bringe/setze ich mich ein).
4. Qualifikation beschreiben (Darstellung Deiner(s) Kompetenzen/Fachkenntnisse/Know-hows).
5. Verständlich machen, dass Du wirklich Interesse an der angebotenen Stelle hast und Freude, Spaß als auch Lust damit verbindest. Die Beschreibung Deine Motivation sollte fühlbar werden.

Hauptteil:
1. Schilderung Deiner Qualifikation (was kann ich).
2. Aufzählung Deiner Tätigkeiten vergangener Tage (was habe ich gemacht).
3. Beteuerung Deiner Leistungsbereitschaft (was bringe ich dem Unternehmen).
4. Schilderung Deiner bewiesenen Stärken (was zeichnet mich aus).

Abschluss:
1. Ein freundlicher Abschlusssatz, der zeigt, dass Du Dich auf die Arbeit freust und richtig Bock drauf hast.
2. Bekundung Deiner Freude auf ein Vorstellungsgespräch.
3. Grußformel „Mit freundlichen Grüßen“.
4. Postskriptum - dieses bleibt dem Personaler in Erinnerung.

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Jetzt habe ich noch eine Einleitung für Dich formuliert. Natürlich musste ich mit Deinen wenigen Angaben vorliebnehmen und habe so manches noch dazu gedichtet. Deshalb ist das Anschreiben auch als Beispiel zu verstehen:

Zitat:



Bewerbung als pharmakologischer Mitarbeiter


Sehr geehrte Damen und Herren,

vielleicht suchen Sie gerade einen Mitarbeiter im pharmakologischen Tä­tig­keits­feld, der den Interessen Ihres Hauses entspricht. Als Doktorand der Biologie sowie eins­tiger Forscher auf molekularbiologischem Gebiet und Absolvent eines phar­ma­zeu­tischen Grundstudiums, verfüge ich über umfangreiche Kenntnisse aus diesen Bereichen.

Deshalb kann ich Ihnen Folgendes verbindlich zusichern: Mit meinem Know-how werde ich dazu beitragen, Ihre ambitionierten Ziel­set­zungen erfolgreich zur Reife zu bringen. Diese In­ten­ti­on wird meine ganze Energie freisetzen und alle innewohnenden Qualitäten be­le­ben, die den Erfolg Ihres Unternehmens begünstigen.



-----------------------------------------------------------------------------

Ich hoffe, ich könnte Dir ein paar Tipps geben und wünsche Dir viel Erfolg und alles Gute.

Mit lieben Grüßen

LichtinsDunkel
LichtinsDunkel
Gast




Zu: Initiativbewerbung bei Berufswechsel
15.01.2015 02:23
PS: Hier habe ich die Einleitung etwas umgeschrieben, weil ich der Meinung bin, dass es sich ein bisschen leichter liest:

Zitat:



Bewerbung als pharmakologischer Mitarbeiter


Sehr geehrte Damen und Herren,

vielleicht suchen Sie gerade einen Mitarbeiter im pharmakologischen Tä­tig­keits­feld, der den Interessen Ihres Hauses entspricht. Als Doktorand der Biologie, Absolvent eines phar­ma­zeu­tischen Grundstudiums und eins­tiger Forscher auf molekularbiologischem Gebiet, verfüge ich über umfangreiche Kenntnisse aus diesen Bereichen.

Deshalb kann ich Ihnen Folgendes verbindlich zusichern: Mit meinem Know-how werde ich dazu beitragen, Ihre ambitionierten Ziel­set­zungen erfolgreich zur Reife zu bringen. Diese In­ten­ti­on wird meine ganze Energie freisetzen und alle innewohnenden Qualitäten be­le­ben, die den Erfolg Ihres Unternehmens begünstigen.

LichtinsDunkel
Gast




Zu: Initiativbewerbung bei Berufswechsel
15.01.2015 10:06
Hallo CMJ,

nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe, stellte ich heute Morgen fest, dass meine Einleitung für Deine Initiativbewerbung noch nicht ganz einen Aha-Effekt auslöst. Mit dieser Version klappt es meinem Erachten nach besser, weil die Diktion subtiler gestaltet ist. Wink Außerdem habe ich die "guten Vorsätze" mit dem neuen Jahr verbunden. Wink

Zitat:



Bewerbung als pharmakologischer Mitarbeiter


Sehr geehrte Damen und Herren,

vielleicht bemühen Sie sich gerade um einen Mitarbeiter im pharmakologischen Tä­tig­keits­feld, der den Interessen Ihres Hauses entspricht. Als Doktorand der Biologie, Absolvent eines phar­ma­zeu­tischen Grundstudiums und eins­tiger Forscher auf molekularbiologischem Gebiet, verfüge ich über umfangreiche Kenntnisse aus diesen Bereichen.

Deshalb kann ich Ihnen Folgendes verbindlich zusichern: Mit breit gefächertem Know-how werde ich das Meine dazu beitragen, Ihre ambitionierten Vorsätze 2015 erfolgreich zur Reife zu bringen. Diese In­ten­ti­on wird meine ganze Energie freisetzen und alle innewohnenden Qualitäten be­le­ben, die den Erfolg Ihres Unternehmens begünstigen.



Ich wünsche Dir einen guten Start in den neuen Tag.

Mit lieben Grüßen

LichtinsDunkel
CMJ
PostRank 1
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Anmeldungsdatum: 14.01.2015
Beiträge: 2
Vielen Dank!
15.01.2015 13:56
Hallo LichtinsDunkel,

erst einmal vielen Dank für deine zahlreichen Antworten, Vorschläge und den Entwurf für einen Einstieg ins Anschreiben! Ich werde diese sehr gerne berücksichtigen. Ich habe mich für einen Anruf entschlossen (den ich aber noch tätigen muss), da die Firma auf ihrer Internetseite zur Initiativbewerbung aufruft. Insofern bin ich gerade dabei mich auf das Telefonat vorzubereiten. Dein Leitfaden für das Anschreiben mit Einleitung, Hauptteil und Abschluss wird mir sicherlich eine große Hilfe sein. Ich werde mich in Kürze daran probieren und meine Erfahrung dann auch gerne hier mitteilen.

Herzliche Grüße und ebenfalls einen angenehmen Tag

CMJ
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LichtinsDunkel
Gast




Zu: Initiativbewerbung bei Berufswechsel
15.01.2015 14:13
Hallo CMJ,

keine Ursache, es war mir ein Vergnügen. Smile

Bei der Formulierung Deines Anschreibens wünsche ich Dir gutes Gelingen und bin gespannt auf das Ergebnis. Smile

Mit lieben Grüßen

LichtinsDunkel
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