Sympathie am Unternehmen bekunden

Sympathie am Unternehmen bekunden

Bewerbungsschreiben: Bezug zum Unternehmen herstellen


Nachdem Ihr wie im Artikel Anschreiben: Gestaltung Einleitungssatz beschrieben den ersten Satz formuliert habt, müsst ihr im nächsten Schritt eure Sympathie für das Wunschunternehmen bekunden. Denn damit macht ihr euch selbst sympathisch, weil der Personaler erfährt, dass ihr euch über sein Unternehmen bereits vorab umfassend informiert habt.

Sammelt daher so viele Informationen wie möglich über das Unternehmen. Im Internet wird man in der Regel immer fündig, auch wenn es sich um kleinere Firmen handelt.

Am besten ist es jedoch, ihr telefoniert direkt mit dem Personalverantwortlichen. Das verleiht einen wertvollen Interesse- und Sympathiebonus! Stellt dem Personaler zwei bis drei allgemeine Fragen zum Unternehmen, die ihr euch vorab genau überlegt und notiert habt. Bereitet euch auch auf eventuelle Antworten vor, zu denen ihr wiederum kurze Anmerkungen machen könnt. Das steigert nicht nur die eigene Sympathie. Denn wenn euch der Personaler ganz exklusiv eine Anforderung nennt, die nicht im Stellenangebot steht, habt ihr ein Goldkorn in der Hand, das ihr gleich im ersten Satz des Anschreibens „verkaufen“ könnt.

Damit habt ihr einen großen, entscheidenden Vorsprung vor vielen Mitbewerbern, die sich einerseits gar nicht die Mühe machen, erst einmal Sympathien für das Unternehmen zu erlangen und andererseits erst recht nicht anrufen. Diese meinen vielleicht, dem Anforderungsprofil des Stellenangebotes nahezu 100%ig zu entsprechen und so die besten Karten in der Hand zu halten. Ein Kardinalfehler, den die meisten Bewerber machen und sich am Ende wundern, warum sie Ihre Bewerbungsunterlagen so schnell wieder in den Händen halten.

Nach dem so wichtigen ersten Satz solltet ihr euch nun direkt auf das Stellenangebot beziehen. Schreibt dazu in aller Kürze, wo ihr das Stellenangebot gefunden habt und dass es höchst interessant ist. Bedankt euch anschließend für das freundliche, aufschlussreiche Telefongespräch.

Beispiel

Das Profil Ihres Stellenangebotes vom … in … stimmt nahezu perfekt mit meinen Qualifikationen und Erfahrungen für diese Tätigkeit überein. Darüber hinaus bedanke ich mich noch einmal für das sehr informative Telefonat am …, das mich zu dieser Bewerbung zusätzlich motiviert hat.

Anschließend bekundet ihr eure Sympathie. Spart dabei keineswegs mit Lob, sondern „schmeichelt“ dem Arbeitgeber mit seinen Produkten, seinem guten Ruf und Bekanntheitsgrad und – ganz wichtig – mit seinen Erfolgen. Damit beweist ihr wirkliches Interesse, weil ihr zeigt, dass ihr euch bereits eingehend über die Firma erkundigt habt.

Beispiel

Ihren Internetseiten entnahm ich, dass Sie sich mit Ihren hochwertigen Produkten/Dienstleistungen fest am Markt etabliert haben. Ihr guter Ruf ist weithin bekannt. Das beweisen mir insbesondere Ihre zufriedenen Kunden und Ihre wachsenden Umsatzzahlen, worüber ich mich im Internet ebenfalls sehr wohlwollend informieren konnte.

Zusammenfassung

Informiert euch über eure Wunschfirma im Internet oder in Presseberichten und notiert alle wichtigen, positiven Erkenntnisse. Ruft die Wunschfirma an und bittet darum, mit dem zuständigen Personaler verbunden zu werden. Stellt ihm zwei bis drei interessante Fragen aus euren gewonnenen Informationen, die ihr euch zuvor notiert habt. Schreibt nun den Bezug zum Stellenangebot, den Dank für das Telefonat und eine wertvolle Sympathiebekundung in euer Bewerbungsschreiben.

Umgang mit Zeitarbeitsfirmen

Bei Zeitarbeitsfirmen besteht das Problem, das der eigentliche Arbeitgeber anonym bleibt.

Deshalb empfehle ich, keineswegs auf die Sympathiebekundung zu verzichten, sondern diese eben der Zeitarbeitsfirma entgegen zu bringen. Die freut sich dann genauso, wie der eigentliche Arbeitgeber und wird diesem deine Bewerbung auch entsprechend anbieten. Denn gerade Jobvermittler sind absolute Bewerbungsprofis, die genau wissen, was im Anschreiben stehen muss und was nicht. Und wenn die Sympathiebekundung mit dem Hinweis auf die Informiertheit fehlt, dann rümpfen die schon mal die Nase.

Also, surfe durch die Webseiten der Zeitarbeitsfirma und sammle viele „kleine“ aber wichtige Informationen. Von denen kannst du dann auch am Telefon „schwärmen“ und entlockst so vielleicht eine exklusive Information (besondere Anforderung) über den Arbeitgeber.

Diese Info solltest du dann natürlich unbedingt mit in dein Anschreiben aufnehmen.

Autor: Herr Tilo Wendler (URL: www.bewirb-dich-erfolgreich.de)

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1 Kommentar

Michael schrieb am 25. April 2015:

Sehr interessanter Artikel. Eine Frage: wo kann ich es schreiben?

„Das Profil Ihres Stellenangebotes vom … in … stimmt nahezu perfekt mit meinen Qualifikationen und Erfahrungen für diese Tätigkeit überein. Darüber hinaus bedanke ich mich noch einmal für das sehr informative Telefonat am …, das mich zu dieser Bewerbung zusätzlich motiviert hat.“

Muss es im „P.S.“ sein? Oder Einleitung?

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